Judotraining auf der Tartanbahn

7 Uhr – es heisst aufstehen und die Sportkleider anziehen. Viele kennen es bereits – Jogging ist angesagt. Runden werden auf der schönen Finnenbahn gedreht und bei jeder Runde passen die Gänsen auf, dass die Strecke nicht abgekürzt wird.

Schnell schnell wieder zurück, kurz erfrischt und bereits sitzen alle im Essraum bereit für’s Frühstück und kurze Zeit später sind die Judokas gestärkt für das erste Training.

Dieses Mal findet das Training nicht in der Squash-Halle statt, sondern in der Leichtathletikhalle „Regazze“. Das Centro ist so stark belegt, dass wir auf diese Halle ausweichen müssen. Sie liegt etwas ausserhalb des Centro Sportivo in einer zu einem modernen indoor Trainings-Leichtathletik-Zentrum umgebauten Turnhalle.

Das Training hat zwar in anderen Judolager-Jahren auch schon ausserhalb des Centro stattgefunden aber der Konfort von einem Shuttel-Service ist ein Novum. Ein grosses Dankeschön an das Centro, welches wie immer, eine tolle Lösung gesucht hat. Die Kinder werden jeweils mit zwei Kleinbussen zur Halle chauffiert.

Es hat sogar eine Indoor-Tartenbahn, Stabhochsprung- und Hammerwurfanlage – um einige wenige zu nennen, die Platz in dieser Halle finden. Die Räumlichkeit ist riesig und unsere grosse Mattenfläche wirkt klein platziert am Ende der Tartanbahn. Die Kinder stellen die Matten in Rekordzeit auf – das Training kann beginnen. Das morgentliche Training startet mit Übungen zur Wurfvorbereitung. Nach dem Motto – bereite deinen Wurf vor wie ein Skirennfahrer – also Mental „die Strecke abfahren“ – vertiefen die Judokas ihre Technik.

Das diesjährige Wochenziel ist ein ganz individuelles und zwar soll jeder eine Technik erlernen, an die man sich in alle Ewigkeit noch daran erinnern kann. In kleineren Gruppen wird heute zum Start überlegt und festgelegt, was jeder in diesem Lager lernen möchte. Viel Randori zum Abschluss des Morgen-Trainings verbrennt noch einiges an Energie, die aber sogleich beim Mittagessen „nachgetankt“ werden kann – es gibt Gschwellti mit Gemüsedip und Käse.

Die Küchenmannschaft muss sich beeilen damit sie auch noch etwas Zeit für sich haben bevor es dann wieder mit dem Nachmittagstraining los geht.

Stand-Bodenübergänge werden geübt und die „Tabea“-Spezialtechnik mit welcher jeder beim Bodenkampf effektiv auf den Rücken gedreht werden kann.

Nach viel Schwitzen in der warmen Halle geht es kurz darauf zur Abkühlung ab in den See. Der See scheint aber einigen – trotz tiefem Wasserstand „zu kalt“, denn das Floss ist so voll, dass kaum einer mehr Platz darauf findet. Alle „Gfrörli“ kauern mit verschränkten Armen und wagen sich nicht ins kühlende Nass.

Im Hintergrund läuft auch so einiges. Die Küche macht eine Einkaufstour und bereitet ein sehr feines Poulet-Curry vor, das richtig „verschlungen“ wird. Nach dem anstengenden ersten Trainingstag ist der Hunger bei allen gross.

Es sind trotzdem alle noch so fit, dass sie voller Energie beim Abendprogramm – Unihockey und Beachvolleyball – motiviert mitspielen.

Jetzt fehlt nur noch das Dessert und schon ist der erste Trainingstag Geschichte. Die Küchenmannschaft verwöhnt uns mit einem Himbeer-Meringue-Traum, welcher einen Sonderapplaus bekommt.

Ah, und beinahevergessen – Sara ist jetzt auch Frau Doctor. Sie kümmert sich fürsorglich um kleinere Blessuren (die von den Teilnehmern als halbe Amputationen wahrgenommen werden), die sehr schnell versorgt werden. Nach 23 Uhr kehrt langsam Ruhe in den Zelten ein – morgen geht es bereits wieder früh los…

P.S. Das erste Handy ist bereits für eine Nacht bei uns „in den Ferien“. Lassen wir morgen die Liegestützbörse entscheiden, wie hoch der Preis für eine Übernachtung ist. Mehr als 25 werden es sein….

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