Das Wochenziel – Wettkampf & Kata – wer gewinnt?

Freitag ist ‚See-Tag‘. Die alten Hasen sprechen seit Montag darüber. Anstelle vom Footing schwimmen wir eine Runde im See. So ist es auch dieses Jahr – wir wecken die Teilnemer normal um 7 Uhr. Gewisse kommen mir bereits in den Badesachen entgegen. Pünktlich um 7:10 laufen wir in Richtung See los. Obwohl wir mehrmals gesagt haben, dass jeder Turnschuhe und sein Badetuch mitnehmen soll, gibt es Kolleginnen, welche sich ein Badetuch teilen möchten. Ob sich das später noch rächen wird….? Am See angekomen springt ein Teil der Kinder direkt mit Ilir ins Wasser. Die Vorgabe ist, dass die Jüngeren bis zum Floss schwimmen, dort kehren und wieder an den Strand zurück schwimmen, während die Älteren 3x um das Floss schwimmen müssen. Der Wasserstand ist trotz der Regenfälle relativ tief, so dass Erwachsene bis fast zum Floss stehen können. So schnell die ersten Kinder im Wasser waren, so lange geht es bis die letzten versuchen einen Fuss ins Nass zu setzen. Die grosse Klappe wir plötzlich ganz klein….Auch die Badetuchteilerinnen merken plötzlich, dass es doch ganz angenehm wäre, sich nach dem kalten Wasser und der heissen Dusche in ein Tuch zu wicklen. Nächstes Jahr wissen sie es hoffentlich noch – oder hören auf die Leiter 🙂

Nach dem Schwimmen gibt es Frühstück. Heute stehen wieder x-Brotsorten auf dem Tisch. Die Küche versucht alles, uns den Abschied aus Tenero schwer zu machen. 

Am Morgen stehen die Gruppenwettkämpfe an. In 2 Pools à drei Mannschaften werden zuerst die Sieger der Pools ausgelost, später kämpfen die beiden Siegermannschaften gegeneinander und machen den ‚Judolager Champion 2017‘ unter sich aus. Es ist ein hartumkäpfter Fight, der erst im letzten Kampf zu Gunsten der Mannschaft Kaelan entschieden wird. Herzliche Gratulation zum Sieg! Bei den Wettkämpfen erleben wir eine Premiere – zum ersten Mal streamen wir live auf Facebook und haben über 40 Zuschauer. 

Eine Premiere ist für gewisse Kinder auch das Mittagessen. Nicht wegen dem Essen – es gibt Bami Goreng – sonder weil die Küche kein Besteck, sondern nur Stäbchen verteilt…. Am Anfang sind ein paar Teilnehmer eher skeptisch, aber Rey gibt einen Crashkurs im Stäbchenhalten. Danach helfen sich die Kinder gegenseitig. Niemand verlangt nach einer Gabel oder einem Messer! Wir sind einmal mehr von der Gruppe positiv überrascht. 

Am Nachmittag dürfen die Kinder endlich ihre einstudierte Kata zeigen. Alle vier Trainer sind Juroren und bewerten nach der gleichen Skala das Vorgezeigte. Auch hier zeigt sich wie die Gruppen gearbeitet haben. Wir sehen sehr schöne und tolle Vorführungen und sind über das hohe Niveau erfreut. Auch bei den Kata gibt es einen Final: Bei den Jüngeren zeigen Samanta/Seraphine eine topp Leistung und können sich ganz knapp gegen Kimo/Andrea durchsetzen. Bei den Älteren sind es Romana/Jana welche den Sieg vor Kealan/Gabriel holen. Nach ein paar Spielen und dem obligaten Gruppenfoto verräumen wir die Matten. Nach wenigen Minuten sieht die Halle wieder so aus, wie wir sie angetroffen haben. Nun ist es auch den Letzten klar – das Judolager 2017 neigt sich dem Ende entgegen. 

Zurück bei den Zelten können die Kinder ihre Koffer packen – das Nachtessen nehmen wir -leider- im Esssaal ein. Unseren Grill am See mussten wir schweren Herzens umplanen. Zu unsicher ist das Wetter. Nach ein wenig Freizeit ehren wir noch alle Preisträger: angefangen vom Sonntag (Postenlauf), über Wettkampf und Kata bekommen die Sieger einen kleinen Preis. Gewinner sind aber alle Kinder. Wir haben eine super Gruppe Kinder trainiert und die Kinder haben grosse Fortschritte gemacht. Dass das Wetter nicht ganz mitgespielt hat – naja, ändern können wir es nicht, aber wir können uns an kein Lager erinnern, in welchem wir Praktisch jeden Tag Regen hatten und Temperaturen um 15 Grad….. Nächstes Jahr wird dies kompensiert. 

Am Schluss werden noch die Leiter verdankt – es ist mir eine Ehre, mit euch dieses Lager durchzuführen. Die Stimmung im Team ist super, was sich auch auf die Lagerteilnehmer widerspiegelt. Die Trainer Sara, Tabea, Ilir & Rey leisten grossartiges auf- und neben der Matte. Der Trainerjob im Judolager beginnt vor 7 Uhr und endet regelmässig nach Mitternacht. Auch die Küchentiger Aruna, Géraldine, Bischi & Dani leisten aussergewöhliches. Sie zaubern 3 Mahlzeiten auf den Tisch, jeden Tag gibt es ein Dessert die Kinder haben immer eine Zwischenverpflegung beim Training dabei. Danke, dass ihr eure Ferien dafür opfert und mit uns zusammen ehrenamtlich diese Woche bestreitet. 

Nach dem Dessert ist schon bald Zeit für den Schlafack. Hoffen wir, dass jeder Teilnehmer seinen Platz finet. Amor ist in diesem Lager auch aktiv und hat seinen Pfeil geschossen. Details dazu gibt es hier aber nicht….

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