2007 – Das Judo Sommerlager im Tessin

Sonntag

10 Uhr vierzig, das Lager beginnt. Dieses Jahr treffen alle pünktlich ein und kommen nach knapp vier Stunden in Tenero an. Das Lager ist fertig vorbereitet, unsere Fahne hängt und alle Zelte stehen. Nach einen kurzem Fussmarsch ins Centro Sportivo werden wir mit einer feinen Melonenbowle überrascht. Nun sind wir frisch gestärkt um unsere Zelte einzuräumen und danach sofort den See zu geniessen. In diesem Jahr ist der See hervorragend etwas über 20 Grad und nicht gross schmutzig

Beim Nachtessen folgte das nächste Highlight, selbstgemachter Kartoffelstock mit einem feinen Geschnetzeltem und Erbsli mit Rübli. Das war natürlich ein grosser Applaus wert. Schon bald folgte das Abendprogramm in Form eines Postenlaufes, alle Gruppen fanden das Lösungswort und lernten dabei auch noch das Centro Sportivo kennen.

Als kleinen Preis erhielten alle Teilnehmer und Leiter ein kleines Judokuscheltier als Glücksbringer für zukünftige Judo-Karriere.

  • Nachtessen: Kartoffelstock, Geschnetzeltes, Erbsli und Rübli, Banen-/Vanillecrème

Montag

  • Tagwache: 07.00 Uhr
  • Frühstück: Corn Flakes, Brot, Milch, Konfi, Honig
  • Training: Standtechniken
  • Mittagessen: Militärkäseschnitten mit Apfelmus, Salat
  • Training: Gegenwürfe, Bodentechniken
  • Nachtessen: Spaghetti Bolognaise, Fruchtsalat

Montagmorgen, nach einer für gewisse Teilnehmer eher kurzen Nacht, fängt der erste Judolagertag an. Schon beim morgendlichen Footing sieht man ein paar Personen die kurze Nacht an….aber die Trainer kennen kein Pardon! Auch in diesem Jahr dürfen wir in einer grossen Turnhalle im wunderschönen Bottabau trainieren. Nachdem wir alle Matten gelegt haben präsentiert sich uns eine 200 m2 grossen Trainingsfläche, es ist wunderbar wenn man soviel Platz zum trainieren hat. Die Trainer haben sich gut vorbereitet und es wird viel gearbeitet und man merkt, der aussen eingedrehten Sejonage ist eine harte Nuss und erfordert viel Konzentration beim üben.

Beim Mittagessen folgt eine Ueberraschung, es gibt Militärkäseschnitten mit Apfelmus, eine besondere Spezialität von welcher manche nicht genug bekommen können, der Rekord liegt bei s i e b e n Käseschnitten, ich habe keine Ahnung wie man soviel Material in den Magen bekommt! Nach der wohlverdienten Siesta ging es dann schon wieder weiter mit Judo, Gegewurftechniken für die Grossen, Bodentechniken für die Kleinen. Trotz Müdigkeit und Hitze arbeiteten alle gut mit und gaben sich Mühe und trotzdem war niemand böse als es hies: „Ab in den See“!

Nach einer feinen Spaghetti Bolognaise konnten sich alle zwischen vier Workshops am Abend entscheiden: Fussball mit Jürg, Volleyball mit Giovanni und Michèle, Tennis mit Barbara und Raymond und Abendbaden mit Marc und Hanspi. Für alle war etwas dabei und so war auch das Abendprogramm schon wieder viel zu schnell zu Ende. Zum Abschluss ein feiner Fruchtsalat und schon ging es wieder ab ins Bett, wo heute erstaunlicherweise relativ schnell Ruhe einkerte… 😉 Nur M.E. aus B. spielte ein bisschen zu lange mit seinen Natel und so musste er die Nacht ohne sein geliebtes Spielzeug verbringen!

Dienstag

  • Tagwache: 07.00 Uhr
  • Frühstück: Brot, Nutella, Konfi, Flakes, MIlch
  • Training: Fusswürfe und Hüftwürfe
  • Mittagessen: Wienerli mit Bratkartoffeln und Salat
  • Training: Bodentechniken und Mattenspiele
  • Nachtessen: Curryreis mit Früchten

Die zweite Nacht war schon bedeutend ruhiger und so kamen doch alle zu ihrem verdienten Schlaf. Am Morgen folgte das obligate Footing auf der Hauseigenen Finnenbahn, zur Stärkung dann ein feines Nutella-Brot, mmmmmh! Im Training standen wieder Würfe auf dem Programm, Fusswürfe für die Grossen und Hüftwürfe für die Kleinen. Auch in diesem Jahr haben alle wieder ein Wochenziel erhalten in Gruppen haben sie diverse Aufgaben welche am Freitagnachmittag vorzuführen sind. In jedem Training erhalten die Kinder Zeit um an diesen Aufgaben zu arbeiten.

Da nach 1 1/2 Tagen Judo sich langsam die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar machen gab es am Nachmittag ein etwas ruhigeres Programm, Bodentechniken für die Grossen und Mattenspiele für die Kleinen. Trotz dem bereits vierten Training gaben aber trotzdem alle nochmals alles und setzten sich super ein.
Beim Nachtessen gab es fast kein Halten mehr, es gab Curryreis mit Früchten, hier konnte reingeschaufelt werden und alle genossen dies in vollen Zügen. So gut gestärkt konnte man natürlich auch beim Abendprogramm vollen Einsatz geben. Bei Giovannis Döggeliturnier flogen schon fast die Fetzen…aber schlussendlich war der FC Hegenheim enfach nicht zu schlagen, auch wenn R.A. aus B. um 10.– wetten wollte! Jürgs Fussballspiel war auch in diesem Jahr ein Highlight und es wurde gekämpft bis man den Ball nicht mehr sah. Am Strand waren Michèlle und Barbara mit Ihrer Gruppe im Sand und spielte Beach-Volleyball. Nach so viel Sport freuten sich schon alle aufs Dessert, Ananas mit Vanille-Glace, für eine zusätzliche Portion gab es sogar Personen welche 80 Rumpfbeugen für eine zusätzliche Portion machten…

Mittwoch

  • Tagwache: 07.00 Uhr
  • Frühstück: Brot, Nutella, Flakes, Milch, Konfi etc.
  • Training: Ausflug nach Melide
  • Mittagessen: Frikadellen Brot, Ruebli, Gurken
  • Training:
  • Nachtessen: heisser Schinken, Gschwellti, Gurken, Nussgipfel

Wenn es im Tessin regnet, REGNET es. Am Dienstagabend erlebten wir ein richtiges Tessiner Gewitter, innert Sekunden fielen literweise Wasser, so hiess es statt gemütlich den Abend ausklingen zu lassen, Dolen zu öffnen, Wäsche retten, Kinder beruhigen etc. Für unseren Mittwochsausflug sahen wir immer wie schwärzer. So viel Wasser haben wir hier noch selten erlebt. Aber welch ein Wunder: am Morgen war es wieder trocken und unser Ausflug konnte stattfinden. Es ging mit dem Zug durch den Ceneri nach Melide in Swiss Miniatur. In einer Stunde die ganze Schweiz entdecken, die Werbung versprach nicht zuviel, wir entdeckten die diversen berühmten Bauten der Schweiz und die Jungen genossen die gespendete Rundfahrt auf dem Zügli.

Da wir leider beim Mittagessen schon wieder vom Regen überrascht wurden, traten wir die Reise schneller als geplant an und waren um drei Uhr schon wieder zuhause. Nach einer kurzen Siesta mussten wir noch etwas tun um unsere Energie abzubauen, da kam uns ein kleines Basketballturnier gerade recht. In vier Mannschaften spielten wir Mattenbasketball, es wurde gerannt, geprellt, gepunktet und vorallem auch fair gespielt. Alle Mannschaften spielten mit grossem Einsatz und so hatten wir alle zusammen trotz Regen einen tollen Nachmittag!
Regen, Regen, Regen, das war heute das Haupttehma, dazwischen mal ein bisschen Sturm, sodass es sogar in die grossen Zelte geregnet hat. Kein Problem, zum Glück gibt es hier auch einen Trocknungsraum und Ersatzmatratzen, sodass grösserer Schaden verhindert werden konnte. Da nach dem Nachtessen die Luft immer noch relativ nass war, entschieden wir uns auch beim Abendprogramm auf die Hallenalternative: Massage mit Michèle, Döggelirevanche mit Giovanni und freies Spielen in der Halle. Welch ein Wunder, die Meisten wählten Massage mit Michèle und genossen somit den entspannenden Tagesausklang. Nach einem feinen Nussgipfel ging es ab in die Heia und so hoffen wir, dass wir morgen früh wieder besseres Wetter antreffen.

Wenn es im Tessin regnet, sieht es bald einmal so aus,
aber keine Angst, es steht alles und alle schlafen im Trockenen!

Donnerstag

  • Tagwache: 07.00 Uhr
  • Frühstück: Brot, Nutella, Konfi, Honig, Corn Flakes, Milch etc.
  • Training: Kombinationen
  • Mittagessen: Bami Goreng
  • Training: Konditionstraining, Bodentechniken
  • Nachtessen: Fleischkäse, Reis, Sauce, Rübli und Salat

Nach unserem Ruhetag am Mittwoch folgt am Donnerstag wieder Judotraining. Am Morgen Kombinationstraining mit Jürg. Er zeigte uns eine wunderschöne Wurffolge von Sejonage über Ouchi-gari zu Yoko-Tomoenage und einem Fussgreifer zum Schluss. Nicht ganz einfach aber wenn es dann funktionierte ein Erlebnis.

Am Nachmittag folgte für ein paar dann die Grenzerfahrung, das Konditionstraining. Michèle, Raymond und Giovanni motivierten unsere Jugendlichen alles zu geben und ihre konditionellen Grenzen auszuloten. Der Einsatz war top uns so waren nach 2 Stunden alle zufrieden.

Genau rechtzeitig nach dem Training zeigte sich die Sonne wieder einmal, sofort packten wir unsere Badesachen und gingen an den Strand. Nachdem es am Dienstag und Mittwoch nicht geklappt hatte, war es super wieder einmal im See zu baden, auch wenn die Temperatur für gewisse eine weitere Grenzerfahrung war. Die warmen Duschen auf jeden Fall liefen danach auf Hochtouren.
Nach dieser tollen Leistung am Nachmittag, hatten sich die Grossen den Ausgang redlich verdient, Tenero bis um halb zehn, das tönt nach mehr als es eigentlich ist. Vielleicht gerade deshalb waren praktisch alle um neuen Uhr wieder zurück. Die Kleinen hatten in dieser Zeit Bastelstunde, sie durften Bilder malen welche danach zu einem Ansteckknopf gepresst wurden. Da kamen erstaunliche Kunstwerke zu Tage A.W. aus B. kreirte sogar schon Knöpfe auf Auftrag. Zum Abschluss gab es danach noch eine feine Schoggicréme mit Birnen bevor es wieder Gute Nacht hiess.

Freitag

  • Tagwache: 07.00 Uhr
  • Frühstück: Brot, Nutella, Konfi, Honig, Flakes, Milch etc.
  • Training: Judoturnier
  • Mittagessen: Rahmschnitzel, Spiralen, Salat
  • Training: Präsentation Wochenziel
  • Nachtessen: Bratwürste, Kartoffelsalat, Crèmeschnitten

Freitagmorgen, der letzte Judotag im Lager fängt an, und wie fängt er an, die Sonne scheint, es ist ein Prachtswetter! Wie gewohnt machen wir uns auf zur Finnenbahn bevor es dann das Frühstück gibt. Zum Frühstück ist dieses Jahr soviel zu sagen, dass wir schon fast als Selbstversoger durchgehen, alle Konfitüren und auch der Honig!! sind von unseren Leitern selbstgemacht, dies ist doch ein grosses Lob wert, oder nicht? Frisch gestärkt machen wir uns zu unserer Trainingshalle auf, das Judoturnier fängt an. In fünf verschiedenen Mannschaften wird der Sieger ausgemacht und es wurde super gekämpft, intensiv aber immer fair, so konnten wir auch das Judoturnier ohne Verletzungen über die Bühne bringen, super. Gewonnen wurde das Turnier vom „Club des Mongoles“ welche sich damit die 2 Kübel Gummibärchen redlich verdienten.

Zum Mittagessen ein Highlight aus der Küche: Rahmschnitzel mit Spiralen und Salat, mmmmmh fein. Kein Wunder wurde alles weggeputzt. In unserer letzten Judoeinheit ging es an die Präsentation des Wochenziels, diverse Aufgaben mussten von den einzelnen Gruppen vorgezeigt werden und wurden durch Trainer und Teilnehmer bewertet. Alle Teilnehmer hatten super Arbeit geleistet in dieser Woche und so sahen wir superschöne Würfe, Kombinationen und Akrobatik Uebungen, herzliche Gratulation! Danach mussten wir noch unsere Matten wieder verräumen damit wir die Halle wieder sauber abgeben konnten, das ging Ruck Zuck und schon waren wir bereit für den See.

Wunderschönes Wetter, ein ruhiger See und grillierte Bratwürste, was will man mehr für einen Aschlussabend!! Wir genossen diesen Abend mit baden, essen, Beach Volley, Fussball, Frisbee, Massieren oder einfach auch nur ein bisschen Träumen. Viel zu schnell wurde es dunkel und es gab unser letztes Dessert in diesem Jahr, Crémeschnitten, so gut! Nach einer bisschen lauteren Nacht als auch schon machen wir uns am Samstagmorgen auf die Heimreise, müde aber glücklich, es hat Spass gemacht!!

Zum Schluss noch ein Riesedankeschön an Ruedi, Christi, Vreni, Käthy und Christian das Essen war super und hat immer geschmeckt, an Hanspi, Jürg, Giovanni, Barbara, Michèle und Raymond Euer Einsatz war grandios die Trainings hochstehend und spannend und es hat einfach nur Spass gemacht mit Euch zu arbeiten, an Pia vielen Dank für Deinen grossen Einsatz beim Abwaschen! Nochmals an alle Leiter: Merci vielmals!!!

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