Lagerbericht Judo-Sommerlager in Tenero 2006

Sonntag

Nach fast vier Stunden Zugsfahrt kamen die Judokids um 15.00 Uhr in Tenero an. Schnell das Gepäck verladen und sofort ging es weiter zum Centro Sportivo.

Nach einer ersten kurzen Info von Marc folgte schon das erste Highlight: Eine Wassermelonen-Bowle direkt aus der Melone, eine grandiose Begrüssung.

Danach folgte das, worauf alle schon seit am Morgen früh warteten, wir gingen in den See baden. Man konnte sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass man vor ein paar Stunden noch nahe am Gefrierpunkt im strömenden Regen in Basel war!! Was uns aber hier auffällt, der See hat noch weniger Wasser als im Jahrhundertsommer 2003, so können sogar die Kleinsten bis zum Floss laufen.
So viel Baden gibt natürlich auch Hunger, ein feines Hörnli mit Ghacktem stillte diesen hervorragend. Das Essen schien allen geschmeckt zu haben, denn es wurde alles bis aufs letzte Hörnli leergegessen.

Am Abend lernten dann alle das Centro Sportivo kennen. Anhand von 10 Fotos mussten Posten gesucht und die jeweilige Frage dazu beantwoertet werden. Das dies nicht nur einfach ist, zeigte sich relativ schnell, nur eine Gruppe fand alle Posten ob auch noch alle Fragen richtig sind, wird sich morgen zeigen.

Erlebnis des Tages: Das unsere Zeitrechnung nicht für alle verständlich ist, zeigte sich heute morgen, prompt fehlte jemand am Bahnhof, nach einem kurzen Telefonat war schnell klar, … liegt noch im Bett und meinte, dass das Lager morgen beginnt. Nach grosser Verwirrung gutes Ende, um 18.00 Uhr erschien … selbstständig in Tenero und konnte so dass Nachtessen bereits mitgeniessen.

  • Nachtessen: Hörnli und Ghackts, Oepfelmues, Falsche Spiegeleier

Montag

  • Tagwache: 07.00 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Butter, Corn Flakes, kalti Schoggi
  • Training: Fuss- und Hüfttechniken
  • Mittagessen: Wienerli und Kartoffelsalat
  • Training: Kombination- und Gegenwurftechniken
  • Nachtessen: Curryreis, Schokoladencrème und Birnen

Nach einer für die Einen längeren und die Anderen längeren Nacht war um 7.00 Uhr bereits wieder Tagwache mit nachfolgendem Footing. Nach zwei Runden und anschliessendem Stretching gab es dann auch schon das wohlverdiente Morgenessen. Schon hiess es wieder Mattenlegen, auch in diesem Jahr haben wir eine Turnhalle für uns mit einer Mattenfläche von gigantischen 210 m2. Hier hat man richtig Platz um zu üben und Randori zu machen. Die Kleinen machten am Morgen Ashi-Uchi-Mata mit Jürg und Marc, die Grösseren div. Koshi-Waza mit Hanspi und Michèle.

 

Nach dem Mittagessen eine kleine Siesta bevor es dann am Nachmittag weiterging mit Kombinations- und Gegenwurftechniken. Zusätzlich gab es 6 Gruppen welche in jedem Training Zeit haben an Ihrem Wochenziel zu üben:

Jede Gruppe bekam ein Thema zugelost zu welchem sie am Freitag etwas vorzeigen darf. In jedem Training haben die Gruppen nun Zeit um zu üben.

Fazit der Trainer nach dem ersten Tag: Es wurde von allen sehr gut mitgearbeitet und geübt. Teilweise spürte man die kurze Nacht aber über alles waren die Trainer zufrieden. Weiter so bis ende Woche.
Nach einem megafeinem Curryreis konnte sich jeder sein Abendprogramm selbst aussuchen:

  • Fussball
  • Tennis
  • Baden im See
  • Origami falten

So suchte sicher jeder aus, was ihm am besten passt und der Abend war im nu vorbei. Vorallem die Badegruppe konnte dabei wieder einmal erfahren, wie schön es eigentlich hier im Tessin ist (siehe Bild)!!

Heute konnten wir bei uns im Lager entdecken, dass wir noch mehr als nur Judospezialisten dabei haben. So feillten z.B. Kevin M. und David L. so intensiv an ihren Tischtennistechniken, dass sie prompt den Anfang des Mittagessens verpassten, aber natürlich hatten wir erbarbmen und sie durften sich als letzte dann doch noch schöpfen. Oder da gibt es Omar, der wenn er ein Tennisracket in die Hände bekommt plötzlich zur Maschine wird, so kam sogar unser alter Tennisprofi Christian noch ins Schwitzen…

Erlebnis des Tages: Wieviel ist ein Adidas-Judogi wert? Diese Frage stellten wir nach dem Nachtessen, da jemand sein Judogi im Küchenwagen liegen gelassen hat. 50 Liegestütze müssen es schon sein und so bekam Valentina C. ihren Judogi wieder zurück!

Dienstag

  • Tagwache: 07.00 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Butter, Nutella, kalti Schoggi
  • Training: Fuss- und Hüfttechniken
  • Mittagessen: Mc Tenero, Salat
  • Training: Bodentechniken, Mattenspiele
  • Nachtessen: Rahmschnitzel, Melonen- Ananasschiffli

Die zweite Nacht war schon viel, viel ruhiger als die erste und auch am Morgen brauchte es ein zwei Minuten länger beim Footing bis wieder alle wach waren. Dafür gab es dann extra Nutella zur Stärkung beim Frühstück!! Nach so einem nahrhaften Frühstück konnte man natürlich im Training vollen Einsatz geben. So war bei Hanspi vorallem aber auch die Konzentration gefragt, und manch einer fragte sich, wie man mit zwei Füssen so ein Knoten in die Beine bekommt.

Zum Mittagessen ein weiteres Highlight aus der Küche: es gab Mc Tenero!! Hamburger zum selbermachen mit echten Sesambrötchen. Ueber zweihundert Frikadellen wurden geknetet, gewürzt, geformt und angebraten, mmmmmh war das fein. Die Teilnehmer dankten es mit einem grossen Applaus.
Das Nachmittagstraining gingen wir ein bisschen ruhiger an, Bodentechniken und Mattenspiele. Wobei bei den Mattenspielen man eigentlich auch Matterspiele hätte sagen können…und manch einer kennt nun den „Parkingmeter“ von Manni Matter und spürt seine Oberschenkel…

Beim abschliessenden Spiel „Rüblizupfen“ konnten sich unsere Aargauer auszeichnen und Ihrem Ruf alle Ehre erweisen, und prompt zupften sie die Rübli souverän heraus!

Am Abend gab es wieder unsere berühmten Workshops: Fussball, Beach-Volley und Jonglieren. Jürg wird dabei langsam zu unserem Fussball-Crack und wir verhandeln bereits mit dem FC Basel, weil laufwillige Stürmer sind dort ja gesucht…

Erlebnis des Tages: Demnächst bekommt das CST das Label eines Wellness-Ortes; Robin auf jeden Fall hat heute schon eine Fango-(Schlamm) Packung genossen…

Mittwoch

  • Tagwache: 07.00 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Butter, Corn-Flakes, kalti Schoggi
  • Training: Hockey-Training
  • Mittagessen: Spaghetti Napoli, Salate
  • Training: Postenlauf
  • Nachtessen: Bratwürste vom Grill, Gschwellti, Salat, Vanille-Cornets

Mittwoch, traditionell unser „Ruhetag“, was natürlich nicht heisst, dass wir nichts tun, sondern dass wir einfach das Judo ruhen lassen. Das Sportprogramm deshalb aber nicht weniger spannend, startend mit einem Morgenschwumm im See. Es ist jedes Jahr wieder wunderbar um 7.15 Uhr im unberührten See zu baden. Nach ersten kleinen Protesten schafften es dann doch noch alle bis zum Floss und es war schlussendlich die einstimmige Meinung „isch jo gar nid eso kalt gsi“!

Das Morgentraining war dann ein ganz spezielles Highlight, Hockey-Training mit einem Kindertrainer der EHC Basel-Dragons. Die Kinder lernten den Ball zu führen, anzunehmen und zu schiessen. Beim abschliessenden Hockey-Match sah man auch schon deutliche Fortschritte und es fehlte eigentlich nur noch das Eis für einen „echten“ Hockey-Match!
Nach feinen Spaghetti Bolognaise starteten wir dann zu unserem Postlauf, in 6-er Gruppen mussten die Teilnehmer 6 Posten anlaufen:

  1. Pedalofahren
  2. Hindernislauf
  3. Besen balancieren
  4. Wasserstaffette
  5. Pantomimen raten
  6. Zielwerfen

Nachdem alle Gruppen diese Posten absolviert hatten gab es Punkte und eine Rangliste und es bis jetzt nur soviel verraten, es gab 2 Gewinner…
Da gegen Abend auch ein kurzer Regen eingesetzt hat, mussten wir unser Grill-Event auf einen mobilen Grill vor unserem Zelt verschieben. Die Bratwürste schmeckten trotzdem hervorragend. Durch den Regen hat es auch merklich abgekühlt und so wandelten wir das Baden und Spielen am See in ein freies Spielen bei den Zelten um. Die Fussballsektion schnappte sich sofort den Ball und Jürgs Ablösesumme klettert immer weiter in die Höhe!!!

Vor dem Schlafengehen gab es dann auch ein spezielles Dessert an einem speziellen Tag, Vanille-Cornets spendiert von unserem Koch Christian Fehr, vielen Dank, die Cornets schmeckten super.

Erlebnis des Tages: Da das Baden im See am Abend ausfiel, suchten ein paar Teilnehmer eine andere Lösung um zu Ihrem Seewasser zu kommen: Zum Glück wird hier der Rasen mit Seewasser gesprängt und so gab es noch eine kleine Dusche nach dem Fussballspielen und man durfte noch ein bisschen See riechen…

Donnerstag

  • Tagwache: 07.00 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Butter, Nutella, kalti Schoggi
  • Training: Kombinations- und Gegenwurftechniken
  • Mittagessen: Fotzelschnitten, Apfelmus und Vanille-Crème
  • Training: Wettkampftraining
  • Nachtessen: Rollschinkli, Salatbuffet, Gemüsedip, Glace

Am Donnerstag stand nach dem Footing natürlich wieder Judo auf dem Programm, denn der Freitag kommt näher und so mussten wir schon schauen, dass wir noch etwas für das Wochenziel lernen können. Am Morgen Kombinations- und Gegenwurftechniken, spannend was es da alles für Möglichkeiten gibt.

 

Nach feinen Fotzelschnitten mit Apfelmus und Vanille-Crème folgte dann das Nachmittagstraining mit dem Thema Wettkampf. Jürg Schenk, seines Zeichens offizieller Kampfrichter der Europäischen Judo Union, erklärte uns die Feinheiten des Wettkampfjudo, die neuesten Aenderungen im Regelwerk und Episoden aus seiner internationalen Kampfrichterkarriere. Seine Ausführungen waren sehr spannend und im abschliessenden Randori konnte man gerade auf das Gelernte achten.
Am Abend dann der grosse Moment für alle über 14 Jährigen, sie durften in den Ausgang. Da wurde sich herausgeputzt, gekämmt und gestylt was das Zeugs hielt. Einzelne suchten in ihrem Koffer noch die schicksten Kleider sodass schon fast Hemdenpflicht galt!!
Was es hier vielleicht noch anzumerken gibt, Tenero bietet nicht viel mehr als ein Coop, Migros und Vis-à-Vis Lädeli..:-)

Die Kleineren vergnügten sich derweil mit verschiedenen Spielen, so hat unsere Jonglierkiste einen riesen Boom erfahren und die Diabolo Schnüre sind schon fast durchgewetzt…

Zum Abschluss gab es dann eine feine Glace, Motivation genug für alle um wieder rechtzeitig aus dem Ausgang zurück zu sein.

Erlebnis des Tages: Daniel Z. entwickelt sich zum richtigen Kaufmann, so nahm er von den Jüngeren die Bestellungen auf welche er im Ausgang im Coop besorgen ging. Ueber die Marge, welche er auf die Preise draufschlug, wissen wir leider nichts genaueres…

Freitag

  • Tagwache: 07.00 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Butter, Flakes, kalti Schoggi
  • Training: Mannschaftswettkampfturnier
  • Mittagessen: Fleischkäse, Teigwarenmüscheli, Salat
  • Training: Vorstellen des Wochenziels
  • Nachtessen: Raclette, Crèmeschnitten

Und schon ist der letzte Judotag angebrochen. Am Morgen fand das Mannschaftsturnier statt. Es wurde stark gekämpft und motiviert Einsatz gezeigt.Toll wieviel Einsatz da Ende Woche noch gezeigt wurde. Ganz toll waren auch die Kampfrichter, unter Jürgs Argusaugen, richteten 4 Teilnehmer alle Kämpfe. Sie haben diese Aufgabe sehr gut gemeistert, war die Meinung des Profi-Kampfrichters.

Am Nachmittag dann endlich das Vorstellen der Wochenziele. Aus verschiedenen Aufgaben mussten die Teilnehmer etwas vorbereiten und vorzeigen. Auch hier war das Trainerteam sehr erfreut. Es wurden tolle Lösungen gezeigt wovon alle Teilnehmer auch wieder profitieren konnten.
Nach einer kleinen, letzten Stippvisite am See gab es dann unser Abschluss-nachtessen, Raclette. Für alle die meinen, das kann man nicht im Sommer essen sei gesagt, es schmeckt wunderbar und macht richtig Spass auf dem offenen Feuer sein Raclette zuzubereiten.

Am Abend blieb mir nur noch allen zu danken welche dieses Lager ermöglicht haben, der Küchencrew, der Trainercrew und Pia der Abwaschfee. Vielen herzlichen Dank für Euren grossen Einsatz. Es ist nicht selbstverständlich, dass man für diese ehrenamtliche Arbeit eine Woche Ferien hergibt und hier rund um die Uhr arbeitet, super ich bin froh, dass Ihr dabei wart.

Erlebnis des Tages: Der kleine Simon hat bei den Rangverkündigungen kräftig abgeräumt. Bei allen Turnieren war er in der Siegergruppe und so reist er mit 3 Getränkebidons nach Hause!

Das Lager neigt sich langsam dem Ende entgegen und somit auch die Berichterstattung aus dem Lager. Vielen Dank das Sie unsere kleine Website besucht haben und sorry, dass die Berichte jeweils erst am nächsten Morgen übermittelt werden konnten, jedoch hatten wir in der Nacht leider keinen Kontakt mit der WLAN Station.
Trotz Versagen der teuren Nikon Ausrüstung haben wir es doch jeden Tag geschafft einen kleinen Bericht samt Fotos ins Netz zu stellen. Wir hoffen die Berichte haben Ihnen gefallen und sie konnten so einen kleinen Einblick in unser Lager erhalten.

Vielen Dank bis auf ein nächstes Mal!!

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