Judo Sommerlager in Tenero Bericht 2005

Es ist Sonntag, 7. August 15.00 Uhr, das Judolager  beginnt. Nach einer 4-stündigen Zugsfahrt trafen die Teilnehmer begleitet von Michèle und Oliver in Tenero ein. Die Reise ist ruhig und friedlich verlaufen bis auf den Umstand, dass es die SBB leider nicht geschafft hat, die Plätze zu reservieren, aber schlussendlich haben alle ein Plätzchen im Zug gefunden.

Kaum in Centro eingetroffen wurde nur schnell eingepufft und dann ging es sofort ab in den See. Bei den heissen Temperaturen hier im Tessin ist der See eine wunderschöne Erfrischung. Das Floss und die Wasserbananen wurden sofort in Beschlag genommen.

Zum ersten Nachtessen durften wir Spaghetti mit zwei verschiedenen Saucen geniessen, so konnte sich jeder für das Abendprogramm stärken.

Wer des Leiterteams ist Mitglied im Executivrat von Swiss Olympic oder wieviele Dan hat das Leiterteam zusammen? Hätten Sies gewusst? Dies sind zwei Fragen welche im abendlichen Postenlauf gestellt wurden. Die Antworten wären Sergio Pesenti und 18 Dan was von einem Teil der Mitglieder auch gewusst wurde.
Als Preis gab es für alle ein „H2O“ T-Shirt beschriftet mit „25 Jahre Judo Sommerlager 1980-2005“ aus Anlass des 25 jährigen Jubläums. Gesponsert wurde diese Aktion vom Judolager und von H2O-Sportswear, vielen Dank!

  • Nachtessen: Spaghetti Bolognaise und Carbonara, Salat, TamTam

Montag

 

  • Tagwache:  06.50 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Cornflakes etc.
  • Training: Kombinations- und Kontertechniken
  • Mittagessen: Wienerli, Kartoffelsalat, Rüblisalat Gurkensalat, grüner Salat
  • Training: Kombinations- und Kontertechniken
  • Nachtessen: gebratener Fleischkäse und Risi-Bisi

Auf 180 m2 Tatami konnten heute die ersten Trainings stattfinden. Wir haben eine eigene Turnhalle im neuen Botta-Bau. Es ist traumhaft hier zu trainieren, man hat richtig Platz und die Temperaturen sind Welten von der Gallerie der letzten Jahren entfernt. Die Teilnehmer lernen in dieser Woche verschieden Kombinations- und Kontertechniken im Stand und am Boden. Sie üben diese die ganze Woche uns zeigen dann am Freitag was sie gelernt haben.

 

 

Am Abend gab es dann ein Polysportives Programm: ein paar ganz Wilde konnten es sich nicht nehmen lassen, auch am Abend noch schnell im See baden zu geben, die warme Dusche danach tat doppelt gut, eine andere Gruppe probierte sich im Tennis, beim Fussball spielten die Damen gegen die Herren und die letzte Gruppe durfte mal ausprobieren, wie es sich mit einem richtigen Sport-Pfeilbogen so schiesst. Alle hatten grossen Spass und genossen Ihr Programm. Einzig unser Drill-Master hatte noch nicht genug, so trainierte Oli am Abend noch einmal 2 Stunden Judo und machte am Schluss noch ein paar Kraftübungen, nur so schnell 3 Mal am Seil mit den Händen hoch und runter und danach noch 55 Liegestützen und Rumpfbeugen, ist ja auch nichts, das macht doch jeder vor dem Schlafengehen…

Dienstag

 

  • Tagwache:  06.50 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Nutella etc.
  • Training: Kombinations- und Kontertechniken
  • Mittagessen: Aelplermagronen
  • Training: Polysportiver Nachmittag / Kombinations- und Kontertechniken
  • Nachtessen: Kartoffelstock mit Rindsgeschnetzeltem, Vanille-Cornet

 

Wer zu spät kommt bestraft das Leben. Leider haben ein paar Spezialisten den Termin für das Footing am Morgen verpasst, so gab es halt eine Extra-Portion Liegestütz und Extrarunden auf der Tartanbahn.

Im Training ging dann das Thema Kombinations- und Kontertechniken weiter. Bei angenehmen Temperaturen wurden die neuen Würfe geübt und geschult, und immer wieder die Frage des Trainers: „Händ drs begriffe?“ Wenn dann nicht ein lautes „Ja“ folgt wird weitergeübt!

Grosser Besuch dann am Nachmittag, der Impoteur von „H2O-Sportswear“, unser Ausrüster, besucht uns. Mit im Gepäck ein neues T-Shirt mit der Aufschrift „Drillmeister“ so ist jedermann klar wer und was Oli ist. Die jüngere Gruppe hatte am Nachmittag Polysportive Spiele auf dem Programm, nach dem Training in der Halle folgte dann eine Lektion Judo im Wasser. Unter Jürgs Leitung machten die Teilnehmer Judorollen, O-Goshis, Kata-Gurumas etc. im Wasser. Für alle ein ganz tolle Erfahrung Judo im und unter Wasser zu machen.

Zum Nachtessen gab des dann den traditionellen, berühmten Kartoffelstock. Sergio und Christian kurbelten an den Passevites und so kamen auch einige Tropfen Schweiss zum Kartoffelstock dazu. Beim Spielabend am Abend konnten alle sich in der Sportart nach Wahl austoben. Die ganz Motivierten gingen mit unserem Drillmeister in den Kraftraum und pumpten an Ihren Muskeln.

Nach einem feinen Vanillecornet gesponsert von Christian Hassler war dann schon bald Nachtruhe und der Dienstag schon wieder vorbei.

Anzumerken ist noch, dass die Clubübergreifenden Beziehungen weiter gehen, dieses Mal zieht das Ganze bereits interkantonale Kreise, nur gut das der Papa mit im Lager ist und alles überwachen kann.

Morgen ist Mittwoch und es folgt der Jubiläumsausflug, alle sind schon gespannt was es gibt….tja das erfahren wir dann morgen.

Mittwoch

  • Tagwache:  6.50 h
  • Frühstück: Brot, Konfi, Nutella, Flakes etc.
  • Training: Jubi-Ausflug nach Magliaso
  • Mittagessen: Hamburger, Gemüse Dip, Birnen
  • Training: Jubi-Ausflug nach Magliaso
  • Nachtessen: Bratwürste vom Grill, Gschwellti, Reissalat, feine Crèmen

Mittwoch, unser Judofreier Tag, aber ganz ohne Sport geht es auch dieses Jahr nicht. Am Morgen gab es ein verlängertes Footing, zuerst Rennen auf der Finnenbahn, Sprintübungen auf der Tartanbahn und zum Schluss noch Schwimmen im See. Das anschliessende Frühstück haben sich alle verdient.

Danach führte uns unser Jubi-Ausflug nach Magliaso in den einzigen Zoo im Tessin. Dort konnten wir Löwen, Tiger, Affen, Waschbären etc. bestaunen. Von der Zooleitung erhielt jeder Teilnehmer Fruckstücke und Popcorn um die Tiere zu füttern. Besonders die Affen waren da sehr gefrässig und griffen nach den Pop-Corn Tüten.

Christian hat für alle einen Wettbewerb organisiert mit Fragen über die Tiere im Zoo. Falls man gewinnen sollte, konnte man seinen Preis selbst aussuchen. Am meisten Punkte machten Eveline Tschopp und Salome Weber (dank kräftiger Unterstützung von R.F.) Eveline wählte für sich als Preis eine Woche arbeiten im Zoo mit Kost und Logis. Salome für sich wählte den Tiger zu füttern.

Was wir versprechen wird auch gehalten und so durfte Salome den Tiger füttern, wie auch die restlichen Raubtiere. Das schlimmte daran war aber scheinbar das Vorbereiten der Hühner….

Am Abend gab es dann eine grosse Badesession im See mit anschliessendem Grill. Christian und Ruedi, unsere Ober-Grilleure, bereiteten uns feine Bratwürste vom Grill, dazu gab es Reissalat und Gschwellti. Es ist einfach immer wieder schön am See Znacht zu essen.

Um 20.45 h folgte dann das Champions-League Qualifikationsspiel FCB-SV Werder Bremen. Wir konnten dieses Spiel auf einem Grossbildfernseher im Centro Sportivo. Die Stimmung war grossartig und das positive Resultat tat das seinige dazu.

Donnerstag

  • Tagwache:  06.50 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Flakes etc.
  • Training: Kombinations- und Kontertechniken
  • Mittagessen: Eintopf
  • Training: Kombinations- und Kontertechniken, Ausdauertraining
  • Nachtessen: Teigwaren, Kartoffelpuffer, Eintopf

Nach unserem Ausflug am Mittwoch, stand heute wieder Judo auf dem Programm. Alle trainierten an den Kombinations- und Kontertechniken weiter, Jürg zeigte heute einen Aufbau für Uchi-Mata von Grund auf, sodass jeder diesen Wurf nun zuhause richtig üben kann. Am Nachmittag stand dann bei den Grossen das Ausdauertraining an. Unser Drillmeister Oli verlangte unseren Teilnehmern alles ab und trieb sie zu Höchstleistungen.

Bei Kurzsprints, Kauergang, Liegestütz etc. rann der Schweiss nur so herunter und es war niemand böse, dass die Temperaturen nicht die Höchstwerte der letzten Tage erreichte.

So waren alle bestens gerüstet für den Ausgang am Abend, und so hatte vor allem der neue Coop in Tenero Hochbetrieb als alle Stärkung einkaufen gingen.

Leider hat uns heute zweimal Besuch absagen müssen. Der eine Teil, welcher mit dem Velo kommen wollte, war leider in Biasca voll erschöpft und hat es deshalb vorgezogen wieder den Zug Richtung Basel zu nehmen, der andere Teil des Besuchs kam mit dem Motorrad auf dem Furka in einen Regensturm und zog es vor in einem Gästezimmer zu übernachten. Schade vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr.

Am Abend durften dann jene Teilnehmer, welche nicht Ausgang hatten, mit Michèle und Barbara jonglieren und ihre Feinmotorig schulen. Ein mancher musste erfahren, dass es nicht so einfach ist wie es aussieht!!!

Schon bald folgt nun der letzte Trainingstag im Jubläumslager und wir sind gespannt was er so bringt!

Freitag

  • Tagwache:  06.50 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Butter, Flakes, Müesli
  • Training: Mannschaftswettkampf
  • Mittagessen: Curryreis mit Früchten
  • Training: Präsentation Kombinations- und Kontertechniken
  • Nachtessen: Früchtebowle, Rollschinkli, Gschwellti, Salat, Dessertüberraschung

Heute war der Kampf der Wettkämpfe und der Präsentationen. Am Morgen gab es ein kleines Turnier mit 6 Mannschaften. Jeder gab in seinen Kämpfen alles damit die Mannschaft weiterkam.Schlussendlich gewann die Mannschaft Muskelkater und jeder verdiente sich eine Tafel Schokolade.

Am Nachmittag war dann der spannende Moment der Präsentationen. Unter kräftiger Mithilfe unserer drei Gäste Hanspi, Michèle E. und Stöbbe wurden die Techniken begutachtet. Es wurde verbessert, erklärt, gelobt und wiederholt, so kam sicher jeder Teilnehmer nach dieser Woche einen Schritt weiter mit seinem Judo-Rucksack. Natürlich darf an einem so speziellen Tag auch ein aussergewöhnliches Essen nicht fehlen. Am wunderschönen Strand mit Sonnenuntergang gab es eine Früchtebowle, Rollschinkli, Gschwellti und Salat. Es war köstlich fein und so waren die 8 kg Schinkli bald verdrückt.

Zum Dessert gab es die bereits traditionelle Gummiplatte mit feinen Creme-Schnitten, mit viel Disziplin wurde die Platte lehrgefegt und es wurde mich nicht wundern wenn der ein oder andere seinen Bauch spürt heute Nacht…

Somit ist nach diesem Bericht die Uebertragung der Live-Berichte aus dem Tessin bereits fertig und ich hoffe Sie hatten ein bisschen Spass an unseren Berichten und Fotos. Ich danke auch an dieser Stelle Jürg, Sergio, Michèle, Barbara und Oli für die Trainings, Vreni, Käthy, Christian, Christian und Rudolf für das feine Essen, Pia und Inge für Ihren Einsatz beim Abwaschen. Ohne die Ehrenamtliche Unterstützung des ganzen Leiterteam wäre diese Lagerwoche nicht möglich, merci vielmals für Euren grossen Einsatz.

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