Judo Sommerlager in Tenero 2003

 Sonntag

Es ist soweit, es sind mittlerweile alle in Tenero angekommen. Auch unsere Velofahrer haben es geschafft und haben ausser kleinen Schürfungen keine „Schäden“ erlitten. Nachdem alle Ihren Schlafplatz bezogen haben gingen wir schnellstens ins Schwimmbad uns abkühlen, und schon fingen die ersten Schlachten an, aber irgendwie macht das alles gar nicht so richtig Spass wenn alle freiwillig ins Wasser springen….

Nach einem feinen Nasi-Goreng gab es dann am Abend einen kleinen Postenlauf um das Centro kennen zu lernen. Nachdem dann hier ein kleiner Sturm mit Regen eingesetzt hatte kürzten wir das Programm ein bisschen ab und alle gingen unter die heisse Dusche. Nach dem Tam-Tam sind jetzt schon alle in den Federn und geniessen die Nacht im Zelt beim Regen. Morgen fängt dann das Judotraining an, indem wir bis ende Woche unser Wochenziel erarbeiten wollen. Flüster,flüster: Die Turteltauben fliegen in diesem Jahr schon am Sonntag tief, es ist nur noch nicht klar wer mit wem…

  • Nachtessen: Nasi-Goreng, Tam-Tam
  • Abendprogramm: Postenlauf

 

Montag

  • Tagwache: 06.45 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Butter, Milch etc.
  • Training: Standtechniken
  • Mittagessen: Wienerli, Salate, Brot
  • Training: Bodentechniken
  • Nachtessen: Curryreis
  • Abendprogramm: Fussball, Volleyball und Baden im See

Nach der ersten mehr oder weniger ruhigen Nacht hiess es um 06.45 Uhr Tagwache und um 07.00 Uhr ging es auf die Finnenbahn. Nach einem stärkenden Frühstück ging es in das erste Judotraining. In diesem Jahr trainieren wir auf der Gallerie, wir haben nicht ganz soviel Platz dafür sind wir näher am Schwimmbad. Am Morgen haben wir im Stand trainiert am Nachmittag ging es dann an den Boden. Das erste Feedback der Trainer war:“Super Einsatz, tolle Trainingsgruppe!“ Nach dem Nachmittagstraining ging es dann wieder ins Schwimmbad. Die Temperaturen waren heute wieder tropisch heiss, so war das Wasser eine willkommene Abkühlung.

Die Einten versuchten sich mit wagemutigen Sprüngen vom 3 und 5 Meter Brett während dem es die anderen vorzogen die Mädchen bzw. die Knaben ins Wasser zu werfen. Am Abend gingen wir entweder Fussball oder Volleyball spielen und ein Teil versuchte im See zu baden. Leider ist durch die Trockenheit der auf dem tiefsten Stand seit Jahren, beim Floss ist das Wasser Hüfthoch, in anderen Jahren waren es da gut 2 m. Da es zum Baden nicht wahnsinnig war hatten wir mehr Zeit einzelnen Mitglieder der Küche oder Leiterteam beim Segeln zu beobachten. Unsere Meinung: für den nächsten America’s Cup sind wir gerüstet!

Am Abend wurde ich mit einer grossen Geburtstagstorte und einer riesigen Glückwunschkarte aller Teilnehmer überrascht. Vielen Dank an alle, es hat mich riesig gefreut. Flüster, Flüster: Die ersten Turteltäubchen haben nun definitiv gewirkt, wir wünschen unserem neuen Paar viel Glück. Daneben hat unser bereits bestehendes Päärchen neue Tricks gefunden um immer wieder zusammen Randori zu machen (wir haben gewechselt, vorher war ich Ilir jetzt bin ich Andreas…:-)

Dienstag

  • Tagwache: 6.45 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Butter etc.
  • Training: Standtechniken
  • Mittagessen: Aelplermakronen mit viel Käse
  • Training: Bodenprogramm, Judospiel
  • Nachtessen: Kartoffelstock, Rahmgeschnezeltes, Erbsli und Rübli
  • Abendprogramm: Massage, Tennis, Volleyball, See

Am zweiten Morgen fiel das Aufstehen schon einiges schwerfälliger als am ersten Tag. Das fiel aber nicht nur bei den Teilnehmern auf, auch ältere Generationen bekundeten erhebliche Mühe…

Trotzdem fand das Footing statt und jeder kämpfte sich über die Finnenbahn. Im Judotraining standen dann wieder Standtechniken auf dem Programm, die Grossen studierten Finten und die Kleinen übten Techniken aus dem Stossen.

Nach den feinen Aelplermakronen mit viel Käse (3 kg)  ging es dann an das Nachmittagsprogramm. Bei den kleinen fand ein Judospiel ohne Judo statt. In versch. Staffetten wurde die beste Mannschaft erkoren. Vor allem in der „Judogiverkehrtanziehen-Staffette“ gab es einiges zu lachen. Die Grossen versuchten am Boden mit Drehtechniken, wobei die Turnerinnen in Halle 2 scheinbar viel interessanter waren.

Zum Znacht gab es dann selbstgestampften Kartoffelstock, es hat super geschmeckt und der grosse Aufwand hat sich gelohnt. Danach versuchte sich Fabienne mit einer Gruppe im Tennis, und da haben wir schon neue Wimbledon-Hoffnungen ausgemacht. Bei Michèle ging es gemütlicher zu, beim gegenseitigen Massieren konnten sich alle entspannen. Matthias versuchte sich wieder einmal im Beach-Volleyball und Marc testete nochmals wie tief der See wirklich ist, immer noch nicht tiefer siehe Bild.

Nach Dessert und Wasserschlachten ging es dann schon wieder ins Bett.

Flüster, flüster: Matthias versuchte sich in der Körperverschönerung, so liess er sich den Oberkörper, die Augenbrauen und die Haare anmalen, ob es was genützt hat ist fraglich… Flüster, flüster 2: Hausmann Patric J. aus B. sucht Anschluss. Er ist besonders geschickt im Nähen von zerrissenen Badehosen. Er empfiehlt dafür den doppelten Vor- und Zurückstich…

Mittwoch

  • Tagwache: 06.45 Uhr
  • Frühstück: Brot, Konfi, Nutella, Butter etc.
  • Spielturniere: Americ. Football, Landhockey
  • Mittagessen: Teigwaren, Bolognese- Napoli- und Gorgonzolasauce
  • Nachmittag: Postenlauf
  • Nachtessen: Spiessli vom Grill, Teigwarensalat, Brot, Crèmen
  • Abendprogramm: Wasserschlachten, Baden, Beachvolley

Heute hatten wir unser Zwischentag, in Spielturnieren und beim Postenlauf konnten die sechs Mannschaften Punkte sammeln. Bis zum Schluss war es spannend, wer gewonnen hat, erfahren wir aber erst am Freitagabend. Beim American Football sahen wir, dass Judo da wirklich von Nutzen sein kann. Aber keine Angst, wie auch im Training gingen unsere Teilnehmer sehr rücksichtsvoll miteinander um. Am Nachmittag ging es dann mit verschiedenen Posten weiter: Eine Surfbrettstaffette, einen Minigolfparcours am Strand, Wasserballonwettwerfen, Staffette mit Pedalo und „Sommerskis“ und Wettschwimmen mit Aquafit-Gurt. Bei Sommerhitze und brennender Sonne gaben die Mannschaften alles und es sind schon alle gespannt wer nun gewonnen hat (Auflösung am Freitag).

Zum Znacht gingen wir an den See und auf einem grossen Feuer grillierten wir feine Spiessli, mmmh fein.

Am Abend verliess uns dann schon eine Person. Nicole Schweizer wird am Donnerstagmorgen um 08.00 Uhr an der Schulter operiert, so fuhr sie heute Abend mit dem Zug nach Hause. Trotz Ihrer Verletzung kam Nicole mit ins Lager und ich glaube es hat ihr auch gefallen. Alle hier in Tenero wünschen ihr alles Gute für Ihre Operation! Flüster, flüster: N.S. aus S. wird stark umschwärmt, ob er es wohl schon gemerkt hat?

Beim American Football haben wir festgestellt, dass Nicolas Schaller für sein Leben gerne singt, aber leider nur gerne!

Donnerstag

  • Tagwache: 07.30 Uhr, Footing fällt ins Wasser
  • Frühstück: Corn Flakes, Brot, Nutella, Konfi, Butter etc.
  • Training: Standtechniken
  • Mittagessen: Poulet Sweet-Sour
  • Training: Konditionstraining, Judo auf der Wiese, Judo im Wasser
  • Nachtessen: Fleischkäse, Bratkartoffeln, Gemüse
  • Abendprogramm: Randoritraining mit Nationalkader, Windlichtli basteln, Ausgang

Nach einer turbulenteren Nacht für die einen und regnerischen für alle fiel am Morgen das Footing regelrecht ins Wasser. Richtig böse war eigentlich niemand, ausser Jürg der auf die anderen wartete. Im Morgentraining fällten die Kleinen einen morschen Baum (Kata ashi dori), Jürg zeigte eine Befreiung aus dem „Schwitzkasten“, wir hoffen Nicolas S. aus S. hat gut aufgepasst. Nach einem feinen asiatischen Mittagessen gingen wir frisch gestärkt in den Nachmittag. Die Grossen durften mit Fabienne und Michèle das Konditionstraining geniessen währendem die Kleinen Judo auf der Wiese und im Wasser ausprobierten. Das Nachtessen war dann schon weltmeisterlich, denn die Küche musste 2 1/2 Stunden am Stück ohne Pause Kartoffeln anbraten, dafür hat es umso besser geschmeckt.

Am Abend folgte dann ein richtiger Höhepunkt, wir erhielten von der Junioren-Nationalmannschaft die Einladung mit ihnen zusammen ein Randoritraining zu machen. 9 tapfere Judokas meldeten sich und hatten das Vergnügen. Es haben sicher alle viel gelernt, wenn auch der eine oder andere ein bisschen nach Luft japste. Flüster, flüster: Wir gratulieren Daniel ganz herzlich zum 11. Geburtstag, Sara lies es sich nicht nehmen für ihn einen kleinen Kuchen zu machen.

Freitag

  • Tagwache: 06.45
  • Frühstück: Joghurt, Corn-Flakes, Brot, Konfi, Butter etc.
  • Training: Zielvorstellung, Mannschaftsturnier
  • Mittagessen: Hörnli und Gehacktes
  • Training: Zielvorstellung und Mannschaftsturnier
  • Nachtessen: Beinschinken und Salatbuffet, Dessertbuffet
  • Abendprogramm: Spiele am See, Disco

Nun ist schon unser letzter Lagertag angebrochen. Wie jedes Jahr ging diese Woche auch in diesem Jahr rasant vorbei.Traditionell war heute unser Turniertag, in einem Mannschaftturnier konnten alle zeigen wie gut sie sind und was sie alles in dieser Woche gelernt haben. Es gab sehr spannende Kämpfe, wobei die Mannschaft von Nicolas Stöckli dieses kleine Turnier gewann, herzliche Gratulation. Natürlich war heute auch das vorstellen des Wochenziels an der Reihe. Alle Teilnehmer hatten die Aufgabe 5 Min. Judospezifisches Einwärmen vorzubereiten. Durch die verschiedenen Uebungen waren am Schluss alle super eingewärmt. Nach einer Schwimmbadpause, Nicolas hat sich immer noch nicht getraut den

1 1/2 ab dem 5 m zu machen, ging es dann weiter an den See.

Hier erwartete uns ein feiner Beinschinken mit diversen Salaten. Es hat allen riesig geschmeckt. Zum Verdauen wurde dann Beach-Volley gespielt, und wie es sich so trifft, gegen die Judo-Juniorinnen Nationalmannschaft. Die Begegnung endete Unentschieden, Simons Meinung dazu war nur: Sie gewinnen halt im Volleyball, ich dafür im Judo…:-)
Um noch mehr Kalorien zu verbrennen durfte natürlich ein Besuch in der Disco nicht fehlen, hier konnten sogar die Leiter ihre jugendlichen Discoerinnerungen ausleben.

Nun das gab natürlich wieder langsam Hunger, gerade richtig für das grandiose Dessertbuffet mit Crémeschnitten und „Gummizeugs“. Nach nur wenigen Minuten war alles weggeputzt.

Flüster, flüster: Das Lager geht langsam zu Ende, so mussten ein paar doch noch pressieren um ihre Turtelei ins Trockene zu bringen. So haben wir jetzt eine Kombination zwischen Judo-Poly-Laufen-Basel. Auch P.J. aus B. hat sein Glück gefunden, wir wünschen allen alles Gute. Nun ist das Lager schon wieder vorbei. Ich bedanke mich nochmals ganz herzlich bei unserer Küchenmannschaft und unseren Trainern welche auch in diesem Jahr hervorragende Arbeit geleistet haben. Zudem bedanke ich mich aber auch bei all unseren Teilnehmern, es war toll mit Euch und hat riesig Spass gemacht, ich hoffe wir können auch im nächsten Jahr zusammen ins Lager fahren.

Dies ist somit auch der Schluss unserer Berichterstattung aus dem Lager, ich hoffe es hat Ihnen Spass gemacht und Sie haben ein bisschen mitbekommen, was so alles hier im Lager läuft. In den nächsten Tagen wird noch eine Bildergallerie aufgeschaltet und irgendwann im September findet dann auch wieder ein Fotoabend statt.

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