Judo Sommerlager in Tenero 2002

Sonntag

Um 14.53 Uhr sind nun auch die restlichen Teilnehmer (ohne Velo) am Bahnhof in Tenero angekommen. Kurz Gepäck verladen und ab ins Centro. Nach der obligaten Info gehts schon zum ersten Mal ins Schwimmbad, aber leider nicht allzu lange, denn als es blitzt und donnert kehren wir wieder zu unseren Zelten zurück. Nach ca. einer Stunde ist der Spuk vorbei und die Sonne scheint wieder (scheinbar soll das Wetter die ganze Woche so sein…. Das Nachtessen nehmen wir nun zum ersten Mal in der Mensa ein, und man staune, es schmeckt uns sehr und der positive Aspekt, wir müssen nicht abwaschen.

Am Abend ist freies Programm, spielen, Centro erkunden, Joggen oder neue Freunde finden. Morgen früh fängt dann das erste Judo-Training an, hoffen wir mal es sind dann auch alle ausgeschlafen…

Nachtessen: Salat, Lasagne, Joghurt

Abendprogramm: freies Spielen, erkunden des Centro

 

Montag

  • Tagwache: 7.00 Uhr
  • Frühstück: Kakao, Milch, Tee, Brot, Butter, Konfi,Joghurt, Flakes
  • Training: Judoeinstimmung, Wochenziel erklären
  • Mittagessen: Curryreis mit Ananas, frische Früchte
  • Training: Bodenprogramm, Böcklidrehtechniken
  • Nachtessen: Tortelloni pommodoro, Baumnusseis
  • Abendprogramm: Fussball, Beach-Volley, Nachtschwimmen

Heute war nun der erste Judotag hier in Tenero. Um sieben Uhr Footing, rennen auf der Finnenbahn, duschen und Morgenessen. Im Training ging es dann vorallem mal darum nach fünf Wochen Sommerferien sich und sein Körper wieder mal mit Judo vertraut zu machen. Danach wurde dann das Wochenziel vorgestellt: In einer Fünfergruppe einen logischen Judoablauf (Stand und/oder Bodentechniken) zusammenstellen welchen dann jede Gruppe am Freitag vorführt, wir sind gespannt.

Nach dem Mittagessen eine kleine Siesta bevor dann das Nachmittagstraining folgte, Bodentechniken, wobei wir uns da auf Drehtechniken aus dem Böckli konzentrierten und mit Sangaku abschlossen. Sehr interessant wie verschieden ein Sangaku aussehen kann, manche wussten nicht mehr, welches ihre Hände und Füsse sind.

Zum Abschluss am Abend dann noch Fussball und Beach-Volley. Simon als Schiedsrichter hatte scheinbar zuwenig rote Karten für die zweifelhaften Aktionen von Christian…

Das Wetter ist wieder einmal durchzogen, am Nachmittag Sonne im Moment (23.10 Uhr) regnet es wieder. Hoffen wir das beste für Morgen.

Varia: Nicolas und Pascal können im Moment leider nicht über Natel erreicht werden, da ihr Mobiltelefon zur später Stunde klingelte wanderte es hinter Schloss und Riegel…

Dienstag

  • Tagwache: 06.45 Uhr
  • Frühstück: Kakao, Milch, Tee, Brot, Butter, Konfi,Flakes,Joghurt,Schinken
  • Training: Standtechniken aus dem Stossen/Ziehen
  • Mittagessen: Kräuterlammbraten,Kartoffelgratin,Bohnen, frische Früchte
  • Training: Griff lösen, mit Spezialgriff werfen
  • Nachtessen:Teigwarenmuscheln Puttanesca,Panna Cotta
  • Abendprogramm: Theorie und Nachtbaden

Nach einer, zum Teil, kurzen Nacht fing auch der Dienstag wieder mit dem Footing an, gewisse Gesichter schauten da auch schon frischer aus der Wäsche… Nach der wärmenden Dusche (es regnete wieder einmal) ging es dann zum feinen Morgenbuffet. Im Training befassten wir uns dann mit Techniken aus der Stoss-/ und Ziehbewegung.

Im Nachmittagstraining wurde es dann schon ein bisschen komplexer, Griff lösen, einen neuen Spezialgriff fassen und mit Sumi-Gaeshi abschliessen. Wer es konnte durfte dann mit diesem Griff weiter ausprobieren. Am Schluss hatten dann auch alle noch Zeit an Ihrem Wochenziel zu arbeiten, man sah da schon sehr interessante Sachen und wir sind gespannt auf die Vorführungen am Freitag.

Nun stand wieder das Schwimmbad auf dem Programm, oder  besser die Schlacht zu Tenero. Alles was nicht Niet-/ und Nagelfest war flog ins Wasser, ob mit oder ohne Badetuch. Eine ganz spezielle Erfahrung machte da Cécile, auf der Flucht von Christian wollte sie auf die Toilette flüchten, gute Idee schlechte Ausführung, sie landete bei den Herren und Christian musste nur noch vor der Türe warten…

Am Abend folgte dann ein Leckerbissen, ein Vortrag von unserer Physiotherapeutin Michèle über das Thema „Wie wärme ich richtig auf“. Nach dem theoretischen Teil folgte noch die praktische Umsetzung, sodass auch jeder mal mitbekam um was es da geht. Die Mutigen (2/3 der Teilnehmer) wagten danach noch ein Bad beim Mondschein im See, eine einmalige Erfahrung welche sicher in Erinnerung bleibt.

Varia: Wir bekamen heute Besuch von Hanspi und Rahel welche ein bisschen Heimweh nach Tenero hatten. Herzlich Willkommen und vielen Dank für das feine Bettmümpfeli
(3 selbstgebackene Kuchen).

Donnerstag

  • Tagwache: 06.45 Uhr
  • Frühstück: Kakao, Milch, Tee, Brot, Butter, Konfi, Flakes, Joghurt, Schinken, O-saft
  • Training:
  • Mittagessen: Gazpacho, Roastbeef, Vitello tonnato, Bratkartoffeln, frische Früchte
  • Training: Intensivtraining (Grenzen erfahren)
  • Nachtessen: Risotto mit Tessiner-Würstchen, Aprikosen Feuilltes
  • Abendprogramm: Ausgang für die Grossen, Jonglierbälle basteln für die Kleinen

Der Donnerstag fing mit einem 12 Minuten-Lauf an. Jeder konnte so für sich selbst erfahren, wie fit er zurzeit ist. Bei Strecken bis über 2,5 km ist dies schon eine recht reife Leistung. Nach dem Morgenessen ging es dann nach einem Tag Pause wieder mal ins Judotraining. Diesmal standen Standtechniken aus der Seitwärts- und Kreisbewegung auf dem Programm. Nach der Pause dann noch das freie Ueben für das Wochenziel, welches dann morgen gefilmt wird. Die Nervosität steigt immer mehr und mehr.

A propos Nervosität, sechs unser älteren Knaben durften heute für eine Computerfirma Tonaufnahmen machen. Diese werden gebraucht um ein Navigationssystem per Stimme zu steuern. Ganz schön anstrengend 45 Minuten lang Wörter ab einem Minibildschirm abzulesen. Nach Auskunft des Tonmeisters haben wir aber auch ein paar Sprachtalente, so werden Simon H. und Ilir sicher bald eine Karriere als Radioreporter starten.

Nach einem feinem Mittagessen (mmmh) kam dann das allseits gefürchtete Intensivtraining immer wie näher. Während 2,5 Stunden soll jeder soviel geben wie er kann, oder ein bisschen mehr um so auch zu spühren wo seine Grenzen sind. Am Schluss war jeder müde und kaputt, konnte aber über seine gute Leistung zufrieden sein. Es ist jedes Jahr ein tolles Gefühl, wenn man merkt, wieviel zu leisten man fähig ist. Im Schwimmbad war es daher heute verdächtig still. Jeder konnte so einmal dieses Bad in Ruhe geniessen (vor allem auch die anderen Lager). Von Höhepunkt zu Höhepunkt, es folgt der Ausgang, 2 Stunden Tenero, das reicht um ganz Tenero anzusehen und noch einzukaufen. Die Kleinen vergnügten sich am See beim Jonglierbällen basteln oder diversen Aktivitäten  im oder am Wasser.

Langsam schwirren Amors Pfeile herum. So trifft man Simon F. verdächtig oft in der Nähe von Pascale und die Geschwister Kym wurden eifrig von Janis, Samuel und Lionel verfolgt…

Varia: Wir hatten heute Besuch von Serge, einem ehemaligen Teneroler und JCB-Schüler. Er machte die wichtige Erfahrung, dass in Buochs die Strasse aufhört und er wieder zurück über den Berg musste. Nach 4,5 Stunden schaffte es aber auch er mit seinem Motorrad nach Tenero. Wir hoffen auf dem Rückweg hat er die Richtige Autobahnauffahrt gefunden.

Freitag

  • Tagwache: 7.30 Uhr
  • Frühstück: Kakao, Milch, Tee, Brot, Butter, Konfi, Flakes, Joghurt, Käse, O-Saft
  • Training: Vorstellen des Wochenziels
  • Mittagessen: Panierter Fisch, Salzkartoffeln, Spinat, frische Früchte
  • Training: Tenero-Cup (Judoturnier)
  • Nachtessen: Grill, Mega-Dessertbuffet
  • Abendprogramm: Siegerehrungen

Und schon sind wir beim letzten vollen Lagertag hier in Tenero. Es ist schon erstaunlich wie schnell diese Zeit hier jeweils wieder vorüber ist. Das Footing frühmorgens fällt regelrecht ins Wasser, es regnet, und es ist niemand (auch die Leiter nicht) böse dass man länger schlafen kann. Nun wollen wir am Morgen sehen, was unsere Teilnehmer so die ganze Woche vorbereitet haben. Ganz spannnende und tolle Sachen werden uns da geboten. Natürlich wird alles auf Video gebannt, dieses Video wird dann noch anlässlich eines Lagerrückblicks präsentiert (Infos folgen nach). Am Mittag dann der grosse Tenero-Cup. Es werden sechs Gewichtsklassen gemacht, in welcher jeder gegen jeden kämpft. Dazwischen und danach folgte dann noch das Nebenprogramm, „Haufen machen“. Vor allem Stöbbe musste ein paarmal mit dem untersten Platz vorlieb nehmen. Am Schluss folgt dann noch der Kampf der Titanen, Christi gegen Stöbbe. Die Tragfähigkeit des Hallenbodens wurde so bis an die Grenze geprüft… Am Schluss waren dann beide vorallem fix und fertig und das Resultat war nur noch nebensächlich.

Scheinbar hatten gewisse Teilnehmer in dieser Woche zuwenig gemacht, denn sie organisierten noch einen Klimmzüge-Wettkampf, Judokas gegen Polysportler. Auch hier wollen wir keine Worte über das Resultat verlieren…

Nun war es langsam an der Zeit Danke zu sagen:

Barbara, Michèle, Matthias und Stöbbe, vielen Dank für Euren grossen Einsatz beim Training geben. Jedes Training war Minutiös vorbereitet sodass jeder Teilnehmer viel profitieren konnte!

Ruedi und Christian, vielen Dank für Eure grosse und tolle Unterstützung, es macht Spass so zusammenzuarbeiten. und zwischendrinn auch wieder mal einen Espresso zu geniessen.

Brigitte, vielen Dank für Deine grosse Hilfbereitschaft, Du warst da wenn es jemanden brauchte und die Kinder hatten einen grossen Spass beim Spielen und Basteln.

Alle bekamen als Dankeschön einen Boomerang, welcher sie wieder nach Tenero zurückbringen soll, wir hoffen das Beste.

Nun folgte noch eine kleine Ueberraschung für alle Teilnehmer, in Zusammenarbeit mit dem Präsidenten des Schweiz. Judoverbandes und dem Geschäftsführer der Judo-Mannschafts-Weltmeisterschaft konnten wir die neuen Judo-WM  T-Shirts organisieren. Jeder Teilnehmer bekam solch ein neues T-Shirt welche uns frisch gedruckt direkt durch die Druckerei zugestellt wurden. Wir sind die ersten, die diese T-Shirts erhalten haben! Nun kann jeder in seinem Umfeld Werbung für die Mannschaft-WM Ende August in Basel machen.

Um zehn Uhr folgt dann noch eine weitere Ueberraschung: Mit dem Erlös, welchen wir für die verschiedenen Tonproben erhalten haben, konnten wir ein Mega-Dessert-Buffet auf die Beine stellen, Vielen Dank den Sponsoren. Danach folgt noch eine lange Nacht…..

Varia: Das Training in dieser Woche muss extrem intensiv gewesen sein, dies könnte man meinen, wenn man unsere Jungen beim gegenseitigen Massieren sieht. Uebrigens, scheinbar kann man auch mit Sonnencreme, Kik, Deo usw. massieren, wenns halt gut tut…

In eigener Sache: Ich danke nochmals allen Beteiligten dieses Lagers, es war eine tolle Woche und wir hatten alle viel Spass. Ich hoffe dass viele von Euch auch nächstes Jahr wieder dabei sind.

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